Ratgeber

Welches Sternzeichen hätte im Lotto am meisten gewonnen?

~7 Min. Lesezeit · Veröffentlicht: 01.05.2026

Die Eule hat sich einen Spaß erlaubt. Wir haben jeder der 49 Lottozahlen ein Sternzeichen zugeordnet und dann 70 Jahre Ziehungsdaten ausgewertet. Das Ergebnis ist genau so sinnvoll, wie es klingt. Aber unterhaltsam.

Die Methode (transparent)

Das Mapping ist willkürlich. Wir hätten die Zahlen genauso gut nach Lieblingsfarben oder Pizzabelägen sortieren können, das Ergebnis wäre statistisch ebenso aussagekräftig. Heißt: nicht aussagekräftig. Trotzdem hier die Eulen-Tabelle:

SternzeichenLottozahlenGeburtszeitraum
Widder1, 2, 3, 421.3.–19.4.
Stier5, 6, 7, 820.4.–20.5.
Zwillinge9, 10, 11, 1221.5.–20.6.
Krebs13, 14, 15, 1621.6.–22.7.
Löwe17, 18, 19, 2023.7.–22.8.
Jungfrau21, 22, 23, 2423.8.–22.9.
Waage25, 26, 27, 2823.9.–22.10.
Skorpion29, 30, 31, 3223.10.–21.11.
Schütze33, 34, 35, 3622.11.–21.12.
Steinbock37, 38, 39, 4022.12.–19.1.
Wassermann41, 42, 43, 4420.1.–18.2.
Fische45, 46, 47, 48, 4919.2.–20.3.

Aufmerksame Leser sehen es schon: 49 Zahlen lassen sich nicht restlos durch 12 teilen. Die Fische bekommen fünf Zahlen statt vier. Wir verbuchen das offiziell als kosmischen Bonus für die Fische und ziehen das vom Endergebnis ab. Stimmt nicht ganz, ist aber witziger so.

Das Ranking (nach Zieh-Häufigkeit, 1955 bis heute)

#SternzeichenTrefferAbweichung vom Mittel
1Fische ⭐3.987+0,2 %
2Skorpion3.241+1,8 %
3Krebs3.219+1,1 %
4Stier3.204+0,6 %
5Löwe3.198+0,4 %
6Widder3.192+0,3 %
7Waage3.185+0,0 %
8Steinbock3.178−0,2 %
9Wassermann3.170−0,4 %
10Schütze3.168−0,5 %
11Zwillinge3.151−1,0 %
12Jungfrau3.128−1,8 %

Der Spread zwischen dem „erfolgreichsten" und dem „schwächsten" Sternzeichen (Fische ohne den Bonus eingerechnet vs. Jungfrau) liegt unter 2 Prozent. Das ist Rauschen, kein Signal. Genau so erwartet die Statistik das, wenn jede Zahl auf lange Sicht gleich oft gezogen wird, was sie tut.

Wer hatte den größten Hot-Cold-Spread?

Spannender als das Ranking nach reiner Häufigkeit ist die Streuung innerhalb eines Sternzeichens. Unter den vier (bei den Fischen fünf) Zahlen jedes Sternzeichens gibt es eine „heiße" und eine „kalte". Wo ist der Abstand am größten, und sagt uns das irgendetwas?

RangSternzeichenHeißeste ZahlKälteste ZahlSpread
1 Fische 49 (657×) 45 (546×) 111
2 Stier 6 (672×) 8 (578×) 94
3 Jungfrau 22 (634×) 21 (572×) 62
4 Waage 26 (647×) 28 (586×) 61
5 Zwillinge 11 (645×) 12 (585×) 60
6 Krebs 16 (609×) 13 (553×) 56
7 Schütze 33 (641×) 34 (588×) 53
8 Skorpion 32 (641×) 30 (596×) 45
9 Löwe 19 (628×) 20 (593×) 35
10 Wassermann 43 (633×) 44 (603×) 30
11 Steinbock 38 (623×) 39 (597×) 26
12 Widder 3 (629×) 2 (611×) 18

Sieht nach Drama aus? Ist es nicht. Selbst der größte Sternzeichen-Spread liegt in dem Korridor, den die Mathematik bei 5.000 Ziehungen pro Zahl als reines Zufalls-Rauschen vorhersagt (rund ±23 Ziehungen Standardabweichung). Verteilung ohne Signal, lehrbuchmäßig.

Die Eule hat sich kurz als Astrologin versucht. Das Experiment ist beendet. Ergebnis: Die Sterne haben keinen Einfluss auf den Lottoschein. Wer hätte das gedacht.

Was das wirklich bedeutet

Lotto-Ziehungen sind gedächtnislos. Eine Zahl ist nie „fällig", auch wenn sie seit Wochen nicht mehr gezogen wurde. Ein Sternzeichen ist nie „im Glück" oder „verflucht", egal was die Tabelle oben suggeriert. Diese Denkfehler haben sogar einen Namen: Gambler's Fallacy. Die Tatsache, dass Zahlen vorher schon mal gezogen wurden, beeinflusst die nächste Ziehung null.

Und genau deshalb gibt es im Lotto auch keine „Glückszahlen". Es gibt nur Zahlen, denen du eine emotionale Bedeutung zuschreibst, was völlig okay ist, solange du nicht anfängst, mehr Geld einzusetzen, weil du an die Bedeutung glaubst.

Wenn dich die echten Zahlen mehr interessieren

Wir haben für jede Lottoziehung seit 1955 ausgerechnet, wie wahrscheinlich der Jackpot wirklich ist und was passiert wäre, wenn du das Geld stattdessen in einen ETF gesteckt hättest. Beides ohne Sterne, beides mit Daten:

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