Wo wird in Deutschland am meisten Lotto gespielt?

Eine ehrliche Aufschlüsselung. 16 Bundesländer, 6aus49-Spielvolumen pro Jahr, mit Vergleichen pro Kopf und im Verhältnis zum Einkommen.

Datenstand 2024 · 16 Bundesländer im Vergleich

Die Lottoeule zeigt mit einem Flügel auf eine an einer Holz-Pinnwand befestigte Deutschlandkarte mit farbig markierten Bundesländern.

Die Karte

Klick auf ein Bundesland, um zur Detailseite mit allen Zahlen, Großgewinnen und Sparquote zu gelangen. Pro Layer zeigt die Karte die andere Metrik.

Hinweis: Berlin, Hamburg, Bremen und Saarland sind zur besseren Lesbarkeit leicht vergrößert dargestellt.

Pro-Kopf-Werte sind über alle Einwohner gemittelt, inklusive Säuglingen, Kindern und Nicht-Spielern. Wer tatsächlich Lotto spielt, gibt im Schnitt deutlich mehr aus.

Das Saarland ist der klare Ausreißer in der Statistik. Pro Kopf werden dort 57 Euro im Jahr für Lotto 6aus49 ausgegeben, deutlich mehr als in allen anderen Bundesländern. Die meisten anderen Werte liegen zwischen 35 und 47 Euro.

Im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen

Pro-Kopf-Werte allein erzählen nicht die ganze Geschichte. Wer in München 57 Euro im Jahr für Lotto ausgibt, hat noch viel mehr übrig. Wer im Saarland 57 Euro ausgibt, gibt anteilig einen größeren Teil seines Einkommens aus. Diese Zahl rechnet das mit ein: Wie viele Cent von jedem verdienten Euro gehen ins Lotto?

Ein Wert von 0,22 Prozent bedeutet: Von 1.000 Euro Einkommen gehen 2,20 Euro ins Lotto. Wenig klingt nach mehr, viel klingt nach weniger, wenn man die Zahlen ohne Kontext liest. Deshalb zeigen wir auch diesen Vergleich.

Höchster Anteil am verfügbaren Einkommen

  1. Saarland 0,22 %
  2. Sachsen-Anhalt 0,18 %
  3. Brandenburg 0,16 %
  4. Niedersachsen 0,16 %
  5. Nordrhein-Westfalen 0,16 %

Im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen wird in Bundesländern mit niedrigerem mittleren Einkommen anteilig mehr Lotto gespielt. Das ist ein Muster, das sich über Jahrzehnte zeigt.

Wo das Glück hinfällt

Anzahl der Großgewinne ab einer Million Euro pro Million Einwohner. Eine einzelne Lotto-Ziehung ist Zufall, und Zufall verteilt sich auf kurzen Zeiträumen ungleichmäßig. Wenn ein Bundesland in einem Jahr fünf Millionengewinne hat und das Nachbarland drei, sagt das wenig über das Glück der Region aus, sondern viel über die kleinen Stichproben in der Statistik. Trotzdem ist interessant, wo das Glück tatsächlich hingefallen ist. Wir zeigen die Zahlen, ohne sie zu deuten.

Kleiner Hinweis zur Zählweise: Großgewinne werden dem Bundesland zugeordnet, in dem der Lottoschein gespielt wurde, nicht dem Wohnort des Gewinners. Wer im Bayernurlaub tippt und gewinnt, zählt in der Bayern-Statistik, auch wenn er aus Hamburg kommt.

Im Jahr 2024 hat es im Saarland mehr Millionengewinne pro Einwohner gegeben als sonstwo. Im nächsten Jahr kann das woanders sein. Glück sammelt sich nicht, es zerstreut sich.

Alle 16 Bundesländer im Überblick

Bundesland Pro Kopf (€) Spielvolumen (Mio. €) Anteil am Einkommen (%) Großgewinne pro Mio. Einw. Sparquote (%)
Saarland 57 56 0,22 4,0 9,0
Schleswig-Holstein 47 138 0,16 1,7 11,0
Niedersachsen 45 370 0,16 2,2 10,5
Sachsen-Anhalt 45 95 0,18 1,4 6,6
Hessen 43 274 0,15 1,7 11,5
Nordrhein-Westfalen 43 778 0,16 3,2 10,0
Brandenburg 42 108 0,16 1,9 8,5
Rheinland-Pfalz 41 172 0,15 1,7 10,5
Thüringen 41 84 0,16 1,9 7,5
Sachsen 40 160 0,15 3,0 7,0
Baden-Württemberg 39 443 0,13 3,9 12,5
Bayern 39 516 0,12 2,2 12,9
Berlin 39 145 0,15 1,3 8,0
Hamburg 39 75 0,13 3,1 11,5
Mecklenburg-Vorpommern 38 60 0,15 2,5 7,0
Bremen 35 25 0,13 2,8 9,5

Datenquellen

Spielvolumen aus den Geschäftsberichten und Jahresabschlüssen der 16 Lottogesellschaften für 2024. Bevölkerung: Destatis, Stand 2024. Verfügbares Einkommen: VGRdL, Stand 2023. Sparquote: VGRdL, Stand 2022. Niedersachsen ist rechnerisch über die DLTB-Summenkonsistenz geschätzt.